Sprossen

Sprossen, immer wieder erwähne ich sie, da erzähle ich dies oder jenes. Aber heute wollte ich mich einfach nur dieses Thema widmen.

Schau dir die Bilder an, sie strotzen nur vor Lebendigkeit und Energie. Und so ist es auch, so wirken sie auf unseren Körper.

Einst waren sie fest, kaum möglich sie kaputt zu beißen. Nun sind sie zart oder knackig, gerne auch etwas weich voll mit Wasser gesaugt.

Was sagt uns das? Ohne lange zu überlegen, könnten wir spontan sagen: steinharte Körner sind für uns nicht geeignet. Denn wer will den schon kaputte Zähne davon tragen?

Andererseits schmackhafte, leicht zu kauende Sprossen und Keimlinge sind gut für uns, das liegt auf der Zunge.

Auch Analysen bestätigen diese Unterschiede. Körner, Kernen und Samen enthalten unter anderem bestimmte Enzyme, die einerseits das frühzeitige Keimen hindern und andererseits für andere Lebewesen das ganze ziemlich uninteressant darstellen.

Stell dir vor, würden Tomatensamen im Dezember bei niedrigen Temperaturen keimen. Dann würde das Keimling sofort frieren und absterben. Also dienen dieser Gruppe von Enzymen dem Schutz der Pflanze und sogar der Gattung, des Lebens könnten wir ebenfalls sagen.

Wenn alle Tiere Körner, Samen und Kernen so lecker und schmackhaft finden würden, dann würden ebenfalls sehr wenige davon überleben.

Die Natur schütz sich damit sie zum passenden Zeitpunkt erwachen kann.

Der Mensch ist kreativ und fabriziert eine Mühle. So werden Körner maschinell gemahlen damit die Zähne nicht kaputt gehen. Dadurch werden die Teile zwar klein und die Zähne gehen nicht kaputt aber die Probleme, um das zu verdauen bleiben.

Die Lösung: lass sie keimen. Dann ist du Leben und pure Energie in wahrsten Sinne des Wortes. Denn in diesem kleinen Sprössling steckt alles was es braucht, um eine vollständige Pflanze daraus zu werden.

Vitamine sind um ein vielfaches da, und überhaupt alles andere.

Kinder „packen“ die Keimlinge an die Schwänzchen und amüsieren sich dabei.

Sie sind so vielseitig verwendbar: pur gegessen, in einem Salat, als Deko machen sie sich super, in Smoothies, gemixt als Brotaufstrich, roh oder gekocht oder gebacken. Natürlich ist das roh verzehren am Besten denn neben hitzeempfindliche Vitamine, Mineralien, sekundären Pflanzenstoffen, Vitaminoide, Fettsäuren, etc. sind auch die wichtigen Enzymen enthalten. Enzyme sind hitzeempfindlich, sie denaturieren schon bei relativ niedrigen Temperaturen. Dennoch überwiegen die gesundheitliche Vorteile von Hitze behandelte Keimlinge gegenüber Hitze behandelte Körner.

Was kannst Du denn alles Keimen?

Um nur einige Beispiele zu nennen: Alfalfa, Buchweizen, Erbsen, Ruccola, Brokkoli, Blumenkohl, Kresse, alle Linsensorten, Quinoa, Hirse, Sonnenblumenkerne, Mungbohnen (es sind eigentlich keine Bohnen) Kichererbsen, Weizen, Dinkel, Roggen, Emmer, Einkorn, Senf, u.v.m.

Wie sollst Du dabei vorgehen?

Es ist wirklich sehr sehr einfach. Es gibt spezielle Keimgeräte, die brauchst Du aber nicht unbedingt. Sie erleichtern aber den Prozess.

Wähle dein Saatgut, spüle sie gut unter Wasser und lass sie für 24 Stunden in reichlich reines Wasser (ich benutze ein Wasserfilter) sich vollsaugen. Danach 2 mal täglich durchspülen. 

Manche Keimlinge sind schon nach 24 Std. zu sehen, andere brauchen 2 Tage. Du siehst, es geht recht schnell.

Nun würde ich sagen: mach dich ans Werk! es lohnt sich, es macht Spass und dein Körper wird sich bei dir bedanken!!!

 

Möchtest Du diesen Beitrag auf Spanisch lesen?

Brotes, fuente de vida

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.